Hören ist Lebensqualität

Der Genuss von Musik, anregende Gespräche und nicht zuletzt die Klänge der Natur und unserer Städte sind unverzichtbarer Teil unserer Lebenswelt. Dass all dies von einem intakten Hörsinn abhängt, ist vielen nicht bewusst, da das Gehör ja „einfach da ist“ und „irgendwie funktioniert“. Worte wie „Pflegen“ „Vorsorgen“ und „Überprüfen“ benutzen die meisten eher in Bezug auf ihr Auto als auf ihr Gehör. Das sollte sich ändern, denn ein intakter Hörsinn ist entscheidend für eine erfolgreiche Kommunikation mit anderen Menschen und für eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Gleichzeitig ist Hören einer der komplexesten und fragilsten unserer Sinne. Deshalb bedarf der Hörsinn besonderer Pflege. Eine unversorgte Hörminderung kann eine Vielzahl von Folgen haben, die nicht nur die Lebensqualität negativ beeinflussen, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit einschränken und das Risiko einer Demenz erhöhen. 

Entspannung im Home Office?

Eine ruhige Arbeitsumgebung im Home Office ist nur für einen Teil der Beschäftigten im Corona-Lockdown Realität. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Civey-Befragung zum Welttag des Hörens 2021 im Auftrag vom Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI). Demnach fühlt sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Beschäftigten im Home Office von Lärm gestört. Die Ursachen reichen von Mitbewohnern über Verkehrsbelästigung bis hin zu spielenden Kindern.

Ein Drittel der Befragten gibt sogar an, dass die Lärmbelastung im Home Office höher ist, als im Büro.

Die Ergebnisse der Civey-Befragung finden Sie hier.

Schwerhörigkeit verursacht Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Schlafmangel

Eine unversorgte Schwerhörigkeit hat direkten Einfluss auf das Wohlbefinden: 62 Prozent der schwerhörigen Europäer ohne Hörgeräte fühlen sich nach der Arbeit körperlich erschöpft[1] – unter den Hörgeräteträgern sind es lediglich 39 Prozent. Hinzu kommt eine mentale Ermüdung, die 52 Prozent der unversorgten Schwerhörigen nach Feierabend neben der körperlichen Erschöpfung empfinden. Hörgeräteträger betrifft dies nur zu 31 Prozent. Was oftmals nicht bedacht wird: Hörgeräte können auch die Schlafqualität verbessern. Während nur 43 Prozent schwerhöriger Menschen ohne Hörgeräte mit ihrem Schlaf zufrieden sind, sind es 65 Prozent der Menschen, die Hörgeräte tragen.

Frustration im Berufsleben

In nahezu jeder Arbeitssituation wird unser Gehör gefordert: etwa bei lauten Hintergrundgeräuschen im Großraumbüro, bei Besprechungen im Team, Telefonkonferenzen und Mittagspausen in der Kantine. Von Menschen mit einer Hörminderung wird in diesen Situationen viel Konzentration gefordert. Das bedeutet Stress. Denn ist das Richtungshören beeinträchtigt, ist es kaum möglich, einer Unterhaltung bei schnellen Sprecherwechseln zu folgen. Ständig ist man in Sorge, wichtige Inhalten in Meetings oder in Anrufen zu verpassen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine repräsentative Umfrage des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie (BVHI) unter der erwerbstätigen Bevölkerung, in der knapp die Hälfte der Befragten angibt, dass ihnen das Zuhören am Arbeitsplatz aufgrund hoher Lärm- oder Geräuschbelastung häufig oder gelegentlich schwerfällt[2]. Dennoch werden (etwa aus falscher Scham) Hörprobleme oft verschwiegen, was die Arbeitsbedingungen zusätzlich erschwert und dem Wohlbefinden der Betroffenen – und ihrem Umfeld – schadet.

Besser hören – Lebensqualität zurückgewinnen

Regelmäßige Hörtests sind wichtig, um die Kommunikationsfähigkeit und die damit verbundene Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten. Denn oftmals merken Betroffene jahrelang nicht, dass sie nicht mehr gut hören. Später gewöhnen sie sich daran oder glauben, eine Hörversorgung „lohnt sich irgendwann nicht mehr“. Nicht zuletzt ist ein nachlassender Hörsinn für manche mit Scham verbunden, oder mit dem Zugeständnis, dass man einfach nicht jünger wird. Dabei ist ein Hörtest einer der wichtigsten Bausteine, um Betroffenen langfristig mehr Lebensqualität zu ermöglichen. Modernste Hörsysteme-Technik bietet mittlerweile Lösungen für die dargestellten Probleme und ermöglicht neben einer funktionierenden Kommunikation wieder mehr Lebensqualität und -freude.

[1] EuroTrak Germany 2018
[2] Repräsentative Umfrage des Bundesverbandes der Hörsysteme-Industrie anlässlich des Welttages 2019

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