Welttag des Hörens am 3. März

Der Welttag des Hörens („World Hearing Day“ bzw. „International Ear Care Day“) ist ein weltweiter Aktionstag, mit dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam mit nationalen Partnern globale Aufmerksamkeit auf die Prävention und Versorgung von Hörminderungen und auf die Bedeutung des Gehörs lenkt.

Der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) engagiert sich gemeinsam mit dem World Hearing Forum (WHF), dem europäischen Herstellerverband EHIMA und anderen Organisationen für den Aktionstag in der DACH-Region. Gemäß den WHO-Kriterien liegt die Prävalenz von Schwerhörigkeit in Deutschland bei 12 Prozent. Das bedeutet, dass etwa 10 Mio. Menschen in Deutschland schwerhörig sind. 5,8 Millionen Deutsche über 15 Jahren haben zudem einen beeinträchtigenden Hörverlust von mehr als 35 Dezibel – davon sind lediglich zwei Millionen mit Hörsystemen versorgt.

Grußwort zum Welttag des Hörens am 3. März 2022

Professor Doktor Karl Lauterbach übernimmt erstmals Schirmherrschaft Welttag des Hörens

Prof. Dr. Karl Lauterbach,
Deutscher Bundesminister für Gesundheit

Man muss in dieser Pandemie besonders oft die Ohren spitzen, wie es in der Redewendung heißt, um Gesagtes zu verstehen. Die Kommunikation mit Schutzmaske verlangt dem Hörsinn einiges ab. Der „Welttag des Hörens“ ist ein Anlass, die besonderen Fähigkeiten unserer Ohren zu beachten und Beeinträchtigungen entgegenzuwirken. Gerne übernehme ich daher erstmals die Schirmherrschaft! Mein Dank gilt all jenen Berufsgruppen, die innerhalb unserer Gesundheitsversorgung Hörschäden diagnostizieren und wirksam behandeln und er gilt allen in unserer Gesellschaft, die sich präventiv für Lärmvermeidung einsetzen.

Grußwort

Grußwort Shelly Chadha, WHO

Dr. Shelly Chadha, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Die Zahl der Menschen, die mit Hörverlust leben und von Hörverlust bedroht sind, nimmt weltweit zu. Zahlreiche Ursachen, die zu Hörverlust führen, können verhindert werden. Lärmexposition ist eine der häufigsten vermeidbaren Ursachen für Hörverlust.

Weltweit sind über eine Milliarde junge Menschen von dauerhaftem Hörverlust bedroht, und zwar durch zu laute Geräusche, denen sie über Kopfhörer und in Unterhaltungsstätten ausgesetzt sind. Dieses Risiko kann durch die Förderung und Einführung von Praktiken des „sicheren Hörens“ gemindert werden.

Daher fordert die WHO Regierungen, Industriepartner und die Zivilgesellschaft auf, das Bewusstsein für evidenzbasierte Standards zur Förderung sicheren Hörens zu schärfen und diese umzusetzen, mit dem Ziel, gutes Hören im gesamten Lebensverlauf zu gewährleisten.

Dr. Shelly Chadha
Programm Prävention von Taubheit und Hörverlust, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Zum Gelingen des Welttages in Deutschland, Österreich und der Schweiz tragen Hörakustiker, HNO-Ärzte, Unternehmen, Kultureinrichtungen, Vereine und andere Akteure mit vielfältigen Ideen, Aktionen, Informations- und Aufklärungsangeboten bei. Seinen hohen Stellenwert unterstreicht die Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Allen Unterstützern sind wir zu Dank verpflichtet, denn wir sind davon überzeugt, dass wir zusammen mehr für die Hörversorgung in Deutschland erreichen können: „Hören. Der Sinn deines Lebens.

Rückblick – Der Welttag des Hörens in Jahren