Welttag des Hörens am 3. März 2020

Um aus einer Aufklärungskampagne gegen Schwerhörigkeit einen echten Welttag zu machen, bedarf es eines internationalen Netzwerkes engagierter Unterstützer. Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie engagiert sich in diesem gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem World Hearing Forum (WHF), dem europäischen Herstellerverband EHIMA und anderen Organisationen.

Zum Gelingen des Welttages in Deutschland, Österreich und der Schweiz tragen Hörakustiker, HNO-Ärzte, Unternehmen, Kultureinrichtungen, Vereine und andere Akteure mit vielfältigen Ideen, Aktionen, Informations- und Aufklärungsangeboten bei. Seinen hohen Stellenwert unterstreicht die jährliche Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers.

Die mediale Aufmerksamkeit wächst stetig: Gemeinsam mit über 3.500 Partnern wurden 2019 knapp 31 Millionen Leser, Hörer und Zuschauer über Online- und Printmedien, Radiobeiträge und private sowie öffentlich-rechtliche Fernsehsender erreicht und über die Vorsorge- und Versorgungsmöglichkeiten informiert.

Welttag des Hörens 2020 PR Bild 1

Grußworte

Grußwort Shelly Chadha, WHO

Dr. Shelly Chadha, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Unversorgte Schwerhörigkeit stellt eine wachsende Herausforderung für die Gesundheitssysteme dar. Weltweit wird der Mangel an Versorgungsmöglichkeiten durch das geringe Bewusstsein für Auswirkungen, Prävention und Bewältigung dieses Problems verschärft. Um diese Lücke zu schließen, hat die WHO den Welttag des Hörens als globalen Aktionstag initiiert, der darauf abzielt, das Bewusstsein für dieses Thema sowohl bei politischen Entscheidungsträgern als auch in der Bevölkerung zu schärfen.

Die Themen rund um den Welttag des Hörens am 3. März, heben verschiedene Aspekte von Hörverlust hervor, darunter Folgen unversorgter Hörminderung, Prävention, Mittel zur Früherkennung und geeignete Maßnahmen der Versorgung. In den letzten Jahren haben sich viele Partner und Länder auf der ganzen Welt der Kampagne zum Welthörtag angeschlossen. Mit fast 300 Ereignissen in über 80 Ländern auf der ganzen Welt ist der Welttag des Hörens heute ein wahrhaft globales Ereignis.

Vincent Van Gogh sagte einmal: “Das Große ist eine Reihe von kleinen Dingen, die zu einem Ganzen zusammengefügt wurden.” Das Engagement unserer Partner macht Schwerhörigkeit in der Gesellschaft sichtbar und trägt dazu bei einige der Mythen und Stigmata, die mit dieser Einschränkung und ihrer Versorgung verbunden sind, auszuräumen.

Dr. Shelly Chadha
Programm Prävention von Taubheit und Hörverlust, Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit

Die meisten Menschen wünschen sich, ihr Leben möglichst gesund und selbstbestimmt führen zu können und auch im Alter am sozialen Miteinander teil zu haben. Gutes Hören ist eine wichtige Voraussetzung dafür. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Menschen mit einer beeinträchtigenden Hörminderung oder gar einem Hörverlust leben, die nicht behandelt werden. Nur ein Drittel der Betroffenen unternimmt etwas dagegen. Neben den direkten Folgen einer unversorgten Schwerhörigkeit kann eine Hörminderung zu weiteren körperlichen Auswirkungen und seelischen Beeinträchtigungen führen. Gutes Hören ist lebenswichtig. Deshalb unterstütze ich den Appell am Welttag des Hörens „Don’t let hearing loss limit you“. Es ist gut, auf diese Weise und mit vielen damit verbundenen Aktionen auf die enorme Bedeutung eines guten Hörsinns aufmerksam zu machen. Der Welttag des Hörens mit seinem Motto für 2020 „Hearing for life“ kann beitragen, ein Bewusstsein dafür zu wecken, entsprechende Vorsorge zu fördern und das eigene Hörvermögen unabhängig vom Alter testen und bei verminderter Hörfähigkeit möglichst frühzeitig versorgen zu lassen. Es geht um mehr, als nur gut zu hören.

Jens Spahn
Bundesminister für Gesundheit
Mitglied des Deutschen Bundestages

Rückblick – Der Welttag des Hörens in Jahren

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