Hörversorgung ab 50

Ab 50 Jahren lässt unser Gehör oft deutlich nach –  in vielen Fällen schleichend, manchmal sogar jahrelang unbemerkt – und unbehandelt. Laut einer aktuellen Befragung des Online-Marktforschungsinstituts Civey liegt bei 21 Prozent der ü-50-jährigen der letzte Hörtest mehr als fünf Jahre zurück; ein Viertel der Befragten hat noch nie einen gemacht.

Deshalb ist die Versorgung altersbedingter Hörminderung ab 50 einer unserer Themenschwerpunkte zum Welttag des Hörens 2022.

https://www.ihr-hoergeraet.de/service/schnell-hoertest/

Anzeichen einer Hörminderung bei sich und anderen

Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess und fällt oft der Umgebung eher auf als den Betroffenen selbst. Die Bewertung folgender Situationen bieten einen ersten Eindruck der eigenen Hörfähigkeit:

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Der Weg zum Hörsystem

1. Der Hörtest beim Hörakustiker ist der erste Schritt. In Schallisolierten Kabinen wird die persönliche Hörschwelle für unterschiedliche Tonhöhen (Frequenzen) und das Sprachverstehen in verschiedenen Lautstärken bestimmt.

2. Hörsystemverordnung: Hat der Hörakustiker eine Hörminderung festgestellt, folgt die ärztliche Diagnose durch einen HNO-Arzt. Anschließend übernimmt der Hörakustiker die Versorgung mit einem Hörsystem.

3. Hörberatung und Anpassung: Der Hörakustiker berät auf Basis persönlicher Vorlieben und privater sowie beruflicher Lebenssituationen, welches Hörsystem das geeignete ist. Neben Design-Aspekten sind technische Funktionen – von Störlärmunterdrückung bis hin zur Konnektivität via Bluetooth – für die Auswahl entscheidend.

4. Feinjustierung: Anschließend wird jeder einzelne Kanal des Hörsystems auf die individuelle Hörkurve abgestimmt. Hörakustiker suchen gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden nach der richtigen Balance zwischen optimalen Sprachverstehen und angenehmen Klang.

5. Laufende Kontrollen: Nach Abschluss der Erstausstattung unterstützen Hörakustiker bei allen Fragen rund um Handhabung und Pflege. Vom Batteriewechsel bis zu Reparaturen, stehen Hörakustiker über die gesamte Lebensdauer des Hörsystems zur Verfügung.

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Wer trägt die Kosten für die Hörsystem-Versorgung?

Gesetzlich Krankenkassen erstatten bei Anspruch auf eine Hörsystem-Versorgung, bis zu 685 Euro pro Hörgerät. In bestimmten Fällen kann sich die Kostenübernahme auf 840 Euro erhöhen. Damit erhalten Versicherte eine optimale Hörsysteme-Versorgung auf dem aktuellen Stand der Technik. Darüber hinaus wir die Anpassung, das Testen der Geräte sowie die laufende Wartung und Reparaturarbeiten von der Krankenkasse übernommen.

Hörakustiker und HNO-Ärzte fordern Hörscreening ab 50 als Krankenkassenleistung

Da Hörvorsorge nachweislich nur unzureichend betrieben wird, bedarf es eines Impulses oder Anreizes, um noch mehr Menschen für die Pflege und regelmäßige Kontrolle ihres Hörsinns zu motivieren. Daher fordern der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie (BVHI) und der Deutsche Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte (BVHNO), einen Mini-Hörcheck ab dem 50. Lebensjahr in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen. Hierfür hat das Wissenschaftliche Institut für angewandte HNO-Heilkunde (WIAHNO) einen kurzen Fragebogen entwickelt und wissenschaftlich prüfen lassen. Der Fragebogen lässt sich z.B. anlässlich eines Besuchs beim Haus- oder Facharzt in wenigen Minuten beantworten: In einer allgemein- oder fachärztlichen Praxis der Grundversorgung administriert die Assistenz in wenigen Minuten den Fragebogentest für einen ü-50 Patienten. Ist die Beantwortung auffällig, erhält der Patient eine Überweisung zu einem HNO-Facharzt für eine gründliche audiometrische Untersuchung.

Argumente für ein gesetzliches Hörscreening ab 50:

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